Möbelbau, Werkstatteinrichtung, Holzverarbeitung mit Maschinen, ... vom Hobbyschreiner für den Hobbyschreiner
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Montag, 12. Mai 2014
Schreinermeister für Quereinsteiger: Erstes Examen ... geschafft!
Heute kam das Schreiben der Handwerkerkammer und weil die Geschichte ja hier in Big-Brother Manier abläuft, geht das Resultat direkt, live und in Farbe an euch: GESCHAFFT! Somit wäre 1/4 der Saga "Schreinermeister" abgeschlossen. Ab Oktober geht es weiter mit der Fachkunde und lustigerweise habe ich das anscheinend durchzukauende Begleitwerk für dieses Fach bereits vor einiger Zeit als Nachttischlektüre verspeist. Mal schauen ob es was hilft:


Heute hatte ich auch noch ein interessantes Gespräch mit einem sehr netten Herrn und es wird wieder sehr spannend. Verraten möchte ich zur Zeit noch nichts, ausser dass es schon wieder sehr wohl mit Holzwerkeln zu tun hat ... :-)
Dienstag, 8. April 2014
Schreinermeister für Quereinsteiger: Erstes Examen
Heute war das erste Examen im Themenbereich Fachrechnen. Vorbereitet habe ich mich nicht, in den Abendkursen war ich aber durchaus bei der Sache. Es sollte gereicht haben, aber das Resultat kommt erst in 6 Wochen. Für die 2 Teile, Fachrechnen und Kalkulation, hatten wir jeweils 2 Stunden Zeit. Insgesamt also 4 Stunden auf einem recht unbequemen Stuhl vor einem viel zu niedrigen Pult hocken und versuchen konzentriert zu bleiben. Ich bin es eher gewohnt nach Belieben Kaffeepausen einzulegen aber damit war auch nix! Nach dem Examen wurden natürlich Ergebnisse verglichen und wie könnte es als Geschäftsmann anders sein: Mein Möbel war das Teuerste ;-).
Jetzt ist aber erst einmal 6 Monate Pause und die werde ich genüsslich nutzen um wieder mehr Zeit in der Werkstatt zu verbringen. Der Ausstieg aus dem Geschäft hat auch schon begonnen. Dort verbringe ich seit 1ten April nur noch 4 Tage die Woche. Ein bis zwei Tage die Woche beansprucht meine neue IT-Dienstleistungs-Firma und somit komme ich jetzt wieder in etwas menschlichere Wochen-Arbeitszeiten.
Der Werkstattschrank bekommt noch eine Arbeitsplatte und dann kommt noch ein abschließender Beitrag über das abgeschlossene Werkstatt-Konzept.
In einem der nächsten Beiträge gibt es etwas ganz Neues und für mich recht Ungewöhnliches, nämlich ein schnelles Projekt! Ein Büro(-Tisch) der an einem Feierabend machbar ist und "brauchbar" ausschaut (meinte jedenfalls meine Frau, die es nicht recht glauben konnte, dass ich auch mal schnell arbeiten kann).
Bis gleich ...
Jetzt ist aber erst einmal 6 Monate Pause und die werde ich genüsslich nutzen um wieder mehr Zeit in der Werkstatt zu verbringen. Der Ausstieg aus dem Geschäft hat auch schon begonnen. Dort verbringe ich seit 1ten April nur noch 4 Tage die Woche. Ein bis zwei Tage die Woche beansprucht meine neue IT-Dienstleistungs-Firma und somit komme ich jetzt wieder in etwas menschlichere Wochen-Arbeitszeiten.
Der Werkstattschrank bekommt noch eine Arbeitsplatte und dann kommt noch ein abschließender Beitrag über das abgeschlossene Werkstatt-Konzept.
In einem der nächsten Beiträge gibt es etwas ganz Neues und für mich recht Ungewöhnliches, nämlich ein schnelles Projekt! Ein Büro(-Tisch) der an einem Feierabend machbar ist und "brauchbar" ausschaut (meinte jedenfalls meine Frau, die es nicht recht glauben konnte, dass ich auch mal schnell arbeiten kann).
Bis gleich ...
Sonntag, 9. März 2014
Dies und das ... Lebenszeichen
Werkstattschrank
Wie zu erwarten waren die letzten Wochen sehr anstrengend. Den Ausgleich in der Werkstatt konnte ich mir nur noch sporadisch genehmigen. Das Resultat sind fertig verleimte Frontenrohlinge für den Werkstattschrank.Dies ist übrigens meine mittlerweile erprobte Methode um solche Teile zwischenzulagern. Einfach hochkant hinstellen und nichts verzieht sich. Die Schubkästen werden wieder aus Pappelsperrholz gebaut nach der gleichen Methode wie schon die Schubkästen des MFT/3-Unterschranks und des Maniküretisches. Ich habe gleich zugeschlagen beim Holzhändler und 3 ganze Platten besorgt in 8, 10 und 12mm Dicke. Da ich solche Platten weder in meiner kleinen Werkstatt lagern, noch zuschneiden kann, liess ich sie gleich beim Holzhändler vierteln. Diese Teile sind in einem Auto leicht zu transportieren und ich kann sie ohne Probleme hinter dem MFT/3 lagern.
Meisterbrief
Es geht in den Endspurt des ersten Teiles, dem Fachrechnen. In drei Wochen ist Examen und dann sind sechs Monate keine Kurse und somit zwei Abende pro Woche wieder frei für mehr Holzwerkeln oder je nach Bedarf für ...
Die neue Firma
Wie schon angekündigt mache ich mich selbstständig in meinem eigentlichen Beruf. Meine IT-Dienstleistungsfirma besteht seit letztem Donnerstag ganz offiziell. Es sind noch ein paar Sachen zu regeln mit den Behörden und dann kann ich loslegen. Zwischenzeitlich habe ich noch am Konzept gefeilt und eigentlich bin ich ganz zuversichtlich, dass es klappen wird. Wie schnell ich meine berufliche Tätigkeit vom jetzigen Geschäft in die neue Firma verlagern werde hängt ab von der Zahl der Kunden die sich finden.
Fazit
Mehrgleisig fahren ist auf Dauer sicher nicht machbar, kurzzeitig aber möglich. Es ist, wie so oft, alles eine Sache der Planung und Organisation und der Einbindung des familiären Umfeldes. Ohne meine Frau, die viel Arbeit in das Haus und die Familie steckt, wäre es nicht zu schaffen.
In zwei Wochen geht es zur Holzhandwerk nach Nürnberg. Vielleicht sehen wir uns da!
Labels:
Schreinermeister,
Werkstattschrank
Freitag, 13. Dezember 2013
Schreinermeister für Quereinsteiger: Erste Kurse
Die Kurse haben im Oktober angefangen. Es ist ein Zyklus über 3 Jahre und die fachspezifischen Kurse folgen immer derselben Sequenz: Fachrechnen, Fachkunde und Fachzeichnen. Dieses Jahr ist Fachrechnen an der Reihe und eigentlich bin ich froh darüber so eingestiegen zu sein. Nach aufsteigender Schwierigkeit sind es Fachkunde, Fachrechnen und dann Fachzeichnen, somit erwartet mich nächstes Jahr die Fachkunde zu der ich dann parallel mein Praktikum in einer Schreinerei in meiner Nähe mache. Dass das Fachzeichnen am Schluss kommt ist auch gut, weil es dann quasi direkt übergeht in die praktische Prüfung wo ich eh die Pläne für mein Meisterstück zeichnen muss.
Der Kurs Fachrechnen ist eine Wiederholung von Grundsätzlichen Rechenaufgaben zu Längen, Massstäben, Flächen, Volumen sowie Grundlagen zu Mechanik wie Hebelarm, Masse, Gewicht, Übersetzungen, Leistung, Arbeit, Wirkungsgrad und ein bisschen Ohmsches Gesetz. Etwas Trigonometrie gehört noch dazu, aber alles in allem sollte es für jemanden der ein technisches Background hat kein Problem darstellen.
Die Problemstellungen sind natürlich alle auf die Holzverarbeitung ausgerichtet und somit sind vermeintlich einfache Aufgaben erst verständlich wenn man alle Fachbegriffe versteht. Es heisst also aufpassen, damit ein einfacher Dreisatz nicht daran scheitert, dass man nicht weiss was eine "Leimflotte" ist :-).
Damit ihr auch was davon habt, kommt hier eine schon etwas kniffligere Aufgabe:
Sechs fünfeckige (Kantenlänge 350mm) und 2,7m hohe Säulen sollen eingekleidet werden. Dazu erhalten sie eine 20mm dicke Lattung. Darauf kommen stumpf auf Gehrung verleimte Platten von 22mm Dicke. Wieviel Quadratmeter Platten müssen bestellt werden bei einem Verschnittzuschlag von 20%.
Viel Spass!
Lösung:
Zu bestimmen ist die äussere Breite der Platte. Ein möglicher Lösungsweg ist in der Graphik und man erhält 411mm. Somit ist die erforderliche Rohmenge an Platten:
F = 0.411m * 2.700m * 5 * 6 * 1.2 = 39.95m²
Der Kurs Fachrechnen ist eine Wiederholung von Grundsätzlichen Rechenaufgaben zu Längen, Massstäben, Flächen, Volumen sowie Grundlagen zu Mechanik wie Hebelarm, Masse, Gewicht, Übersetzungen, Leistung, Arbeit, Wirkungsgrad und ein bisschen Ohmsches Gesetz. Etwas Trigonometrie gehört noch dazu, aber alles in allem sollte es für jemanden der ein technisches Background hat kein Problem darstellen.
Die Problemstellungen sind natürlich alle auf die Holzverarbeitung ausgerichtet und somit sind vermeintlich einfache Aufgaben erst verständlich wenn man alle Fachbegriffe versteht. Es heisst also aufpassen, damit ein einfacher Dreisatz nicht daran scheitert, dass man nicht weiss was eine "Leimflotte" ist :-).
Damit ihr auch was davon habt, kommt hier eine schon etwas kniffligere Aufgabe:
Sechs fünfeckige (Kantenlänge 350mm) und 2,7m hohe Säulen sollen eingekleidet werden. Dazu erhalten sie eine 20mm dicke Lattung. Darauf kommen stumpf auf Gehrung verleimte Platten von 22mm Dicke. Wieviel Quadratmeter Platten müssen bestellt werden bei einem Verschnittzuschlag von 20%.
Viel Spass!
Lösung:
Zu bestimmen ist die äussere Breite der Platte. Ein möglicher Lösungsweg ist in der Graphik und man erhält 411mm. Somit ist die erforderliche Rohmenge an Platten:
F = 0.411m * 2.700m * 5 * 6 * 1.2 = 39.95m²
Samstag, 16. November 2013
In der Ideenküche brodelt es: Hintergründe zu meinem Weg zum Schreinermeister
Durch die langwierige Werkstattoptimierung (langweilt es euch noch nicht? Ich kann es gleich selbst nicht mehr hören :-) ), kann ich wieder viel nachdenken und dabei kommt so einiges zusammen was ich wie gewohnt mit euch teilen möchte. Ach ja, ausser die Wände zu streichen kommt auch gleich eine komplett neue Beleuchtung rein. Ein befreundeter Schreiner meinte, dass ich bei der gewählten Leuchtstärke doch lieber Sonnencreme benutzen sollte wenn ich in der Werkstatt arbeite. Was soll's, wenn die Sehkraft abnimmt muss es eben etwas heller sein!
Nun, wie ihr wisst mache ich ja den Meisterbrief. Ausser eurer moralischen Unterstützung gibt es aber dafür im näheren Umfeld wenig Verständnis, wofür ich meinerseits wiederum vollstes Verständnis habe. Es ist ein sehr ungewisses Terrain, mir fehlt die Erfahrung und das Umfeld ist rau. Meiner Familie kann und darf ich kein Risiko antun und das beflügelt meine Fantasie mir einen Weg zu suchen der auf mehreren sicheren Stützen ruht.
Steve Jobs hat gesagt: Deine Zeit ist begrenzt, lebe dein Leben, nicht das der anderen! Was Steve Jobs uns nicht sagt, ist wie man das hinbekommt ohne seine Nächsten zu schädigen. Er mag Erfolg gehabt haben, aber man kann genau so gut auf die Schnauze fallen. Das wäre fatal! Meine Einstellung zum Leben ist immer gewesen das abgedeckte Risiko zu wählen. Damit macht man zwar keine grossen Sprünge aber man riskiert auch nicht über die Klippe zu fallen. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt aber wer alles wagt kann alles verlieren. Der goldenen Mittelweg ist angesagt und eine Grunddisziplin!
Das passt eigentlich jetzt gar nicht in einen Holzwerkerblog, aber wir können einiges lernen aus der Finanzkrise. Die ganze Sache ist ja schlussendlich entstanden aus der Gier aus Versprechen Geld zu machen. Ich leih dir Geld und verkaufe einem Dritten das Versprechen, dass ich von dir das Geld + Zinsen zurück bekomme. Hmmm, nun gibst du mir das Geld nicht zurück und der Dritte und ich stecken in der Sch... . Das Problem entsteht aus dem unbekümmerten Umgang mit, auf vermuteten Rückzahlungen und vermeintlich durch den Objektwert gedeckten Schulden. Der besagte Dritte hat vielleicht an einen Vierten und der an einen Fünften u.s.w. diese Rückzahlungsversprechen verkauft. Wenn einer schlapp macht, dann machen alle schlapp! Was ich damit sagen möchte ist, dass man Schulden und die damit verbundenen Risiken mit verzichtbaren Gütern abdecken sollte. Wenn man eine Hypothek auf sein Haus aufnimmt, dann ist das ein nicht verzichtbares Gut und sollte anderweitig abgesichert sein. Puhhh, ein Riesen Umweg um auf den Punkt zu kommen: Potentiell ungedeckte Schulden behindern uns an einer freien Entfaltung. Der Weg zur Abdeckung der Schulden ist lange und beginnt in der Jugend und verlangt schon dann ein Aussenseiter zu sein und verzichten zu können auf das tolle Auto u.s.w. - Konsolidierung würde euer Schäuble sagen! Ich sage: Gib nicht mehr Geld aus als du hast, ausser für Verzichtbares! Entgegen dessen, was uns vorgegaukelt wird, finde ich, dass Sparen angesagt ist!
So, jetzt kommen wir aber auf den Punkt: Bevor ich also irgendwie versuchen werde mit ungewissen Einnahmen aus Schreinern mein Leben zu verdienen, baue ich mir einige sichere Einnahmequellen auf die das Risiko von zeitweise fehlenden oder versemmelten Aufträgen ausgleichen können. Ich möchte damit bewusst ein wenig die Märchenstimmung aus meinem Projekt "Schreinermeister" herausnehmen um nicht falsche Vorstellungen aufkommen zu lassen. Wenn dieses Projekt ohne Hintergründe im Raum steht, dann könnte das ein verzerrtes Bild ergeben. Ich bin, jetzt mit 47, potentiell schuldenfrei und somit etwas freier in meiner Entfaltung. Nichts desto trotz muss ich aber meinen Unterhalt und den meiner Familie noch bis zur Rente in 15 Jahren verdienen. Somit verbietet sich ein unbekümmertes "Aussteigen".
Bevor ich also alle Stricke kappe, werde ich versuchen in meinem gelernten Beruf, also der IT-Branche als Selbstständiger Fuss zu fassen. Ich gebe mir dafür 2 Jahre Zeit, in denen die Holzwerkelei etwas kürzer kommt. Nach 3 Jahren kommt dann, wenn ich nichts vermurkse, der Meisterbrief als Schreiner dazu und wird dann hoffentlich ein Nebenverdienst. Wie sich beide Arbeiten verteilen, wird der Markt entscheiden. Das IT Business soll auf jeden Fall den Grundbedarf decken, das Schreinern ist dann Taschengeld.
So, ich hoffe, dass euch dieser Post nicht zu sehr verstört und ich verspreche, dass es hier weiter geht, wenn auch etwas langsamer.
Nun, wie ihr wisst mache ich ja den Meisterbrief. Ausser eurer moralischen Unterstützung gibt es aber dafür im näheren Umfeld wenig Verständnis, wofür ich meinerseits wiederum vollstes Verständnis habe. Es ist ein sehr ungewisses Terrain, mir fehlt die Erfahrung und das Umfeld ist rau. Meiner Familie kann und darf ich kein Risiko antun und das beflügelt meine Fantasie mir einen Weg zu suchen der auf mehreren sicheren Stützen ruht.
Steve Jobs hat gesagt: Deine Zeit ist begrenzt, lebe dein Leben, nicht das der anderen! Was Steve Jobs uns nicht sagt, ist wie man das hinbekommt ohne seine Nächsten zu schädigen. Er mag Erfolg gehabt haben, aber man kann genau so gut auf die Schnauze fallen. Das wäre fatal! Meine Einstellung zum Leben ist immer gewesen das abgedeckte Risiko zu wählen. Damit macht man zwar keine grossen Sprünge aber man riskiert auch nicht über die Klippe zu fallen. Wer nichts wagt, der nichts gewinnt aber wer alles wagt kann alles verlieren. Der goldenen Mittelweg ist angesagt und eine Grunddisziplin!
Das passt eigentlich jetzt gar nicht in einen Holzwerkerblog, aber wir können einiges lernen aus der Finanzkrise. Die ganze Sache ist ja schlussendlich entstanden aus der Gier aus Versprechen Geld zu machen. Ich leih dir Geld und verkaufe einem Dritten das Versprechen, dass ich von dir das Geld + Zinsen zurück bekomme. Hmmm, nun gibst du mir das Geld nicht zurück und der Dritte und ich stecken in der Sch... . Das Problem entsteht aus dem unbekümmerten Umgang mit, auf vermuteten Rückzahlungen und vermeintlich durch den Objektwert gedeckten Schulden. Der besagte Dritte hat vielleicht an einen Vierten und der an einen Fünften u.s.w. diese Rückzahlungsversprechen verkauft. Wenn einer schlapp macht, dann machen alle schlapp! Was ich damit sagen möchte ist, dass man Schulden und die damit verbundenen Risiken mit verzichtbaren Gütern abdecken sollte. Wenn man eine Hypothek auf sein Haus aufnimmt, dann ist das ein nicht verzichtbares Gut und sollte anderweitig abgesichert sein. Puhhh, ein Riesen Umweg um auf den Punkt zu kommen: Potentiell ungedeckte Schulden behindern uns an einer freien Entfaltung. Der Weg zur Abdeckung der Schulden ist lange und beginnt in der Jugend und verlangt schon dann ein Aussenseiter zu sein und verzichten zu können auf das tolle Auto u.s.w. - Konsolidierung würde euer Schäuble sagen! Ich sage: Gib nicht mehr Geld aus als du hast, ausser für Verzichtbares! Entgegen dessen, was uns vorgegaukelt wird, finde ich, dass Sparen angesagt ist!
So, jetzt kommen wir aber auf den Punkt: Bevor ich also irgendwie versuchen werde mit ungewissen Einnahmen aus Schreinern mein Leben zu verdienen, baue ich mir einige sichere Einnahmequellen auf die das Risiko von zeitweise fehlenden oder versemmelten Aufträgen ausgleichen können. Ich möchte damit bewusst ein wenig die Märchenstimmung aus meinem Projekt "Schreinermeister" herausnehmen um nicht falsche Vorstellungen aufkommen zu lassen. Wenn dieses Projekt ohne Hintergründe im Raum steht, dann könnte das ein verzerrtes Bild ergeben. Ich bin, jetzt mit 47, potentiell schuldenfrei und somit etwas freier in meiner Entfaltung. Nichts desto trotz muss ich aber meinen Unterhalt und den meiner Familie noch bis zur Rente in 15 Jahren verdienen. Somit verbietet sich ein unbekümmertes "Aussteigen".
Bevor ich also alle Stricke kappe, werde ich versuchen in meinem gelernten Beruf, also der IT-Branche als Selbstständiger Fuss zu fassen. Ich gebe mir dafür 2 Jahre Zeit, in denen die Holzwerkelei etwas kürzer kommt. Nach 3 Jahren kommt dann, wenn ich nichts vermurkse, der Meisterbrief als Schreiner dazu und wird dann hoffentlich ein Nebenverdienst. Wie sich beide Arbeiten verteilen, wird der Markt entscheiden. Das IT Business soll auf jeden Fall den Grundbedarf decken, das Schreinern ist dann Taschengeld.
So, ich hoffe, dass euch dieser Post nicht zu sehr verstört und ich verspreche, dass es hier weiter geht, wenn auch etwas langsamer.
Donnerstag, 12. September 2013
Schreinermeister für Quereinsteiger: Prolog
Damit wäre die Katze aus dem Sack! Mein nächstes Lebensprojekt wird darin bestehen den Meisterbrief als Schreiner zu machen. Bevor ich zum eigentlichen Thema komme verweise ich auf einen Post den ich vor 2 Jahren veröffentlicht habe: Off-Topic. Scheinbar bin ich jetzt, nach 10 Jahren im Geschäft, auf dem gleichen Punkt wie zuvor nach 15 Jahren in der Software-Entwicklung.
Der Unterschied besteht aber darin, dass ich das Geschäft maßgeblich von Innen heraus gestalten konnte und es auf einen Level gebracht habe, über den es ohne riskante Investitionen nicht mehr hinauswachsen kann. Ich bin als kompletter Neuling in den Einzelhandel eingestiegen und wage zu behaupten, dass ich jetzt nach 10 Jahren das Thema überblicke und mich nur noch unwesentlich weiterentwickeln könnte. Mein Interesse schwindet und ich strebe, obwohl mittlerweile 47 Jahre alt nach einer neuen Herausforderung. Es ist aber ein offener Weg ohne Zwang und mit genau abgewägtem Risiko.
Ende des Frühjahrs habe ich eine email an unsere Handwerkerkammer geschickt mit meinem Anliegen Schreiner werden zu wollen. Darauf folgte eine Unterredung wo wir auf Basis meiner schulischen und beruflichen Laufbahn einen Weg ausarbeiteten der mich ohne Umweg über eine Gesellenprüfung zur Meisterschulung zuliess. Die ganze Sache zieht sich über die nächsten 3 Jahre. Von den allgemeinen Modulen, wie Buchhaltung und Betriebsgründung und -führung bin ich dispensiert und somit bleiben noch die fachspezifischen Module wie Materialkunde, technisches Zeichnen, Kalkulation u.s.w., insgesamt etwa 300 Stunden.
Natürlich ist es undenkbar ohne praktische Erfahrung den Meisterbrief zu bekommen und somit muss ich über die nächsten drei Jahre ein Praktikum von auch etwa 300 Stunden vorweisen um zum praktischen Examen, d.h. der Herstellung meines Meisterstücks, zugelassen zu werden. Insgesamt also 200 Stunden pro Jahr (von September bis Mai) die teils abends und teils an meinem freien Montag verbraten werden.
Was werde ich daraus machen? Ehrlich gesagt habe ich noch keinen genauen Plan und ich bleibe offen für alle sich mir bietenden Gelegenheiten. Was wird aus meinem Hobby und dem Blog? Mit diesem Post beginnt jedenfalls eine lange Serie von Posts die den Weg beschreiben und ich setzte mich dadurch natürlich auch unter Erfolgsdruck, weil ihr ja alle "live" dabei seid und ich eine Schlappe natürlich vermeiden möchte! Ich glaube aber, dass ich weiterhin noch etwas Zeit habe in meiner Werkstatt zu werkeln und das ein oder andere interessante Projekt zu verwirklichen über das ich dann wie gewohnt berichte.
Der Unterschied besteht aber darin, dass ich das Geschäft maßgeblich von Innen heraus gestalten konnte und es auf einen Level gebracht habe, über den es ohne riskante Investitionen nicht mehr hinauswachsen kann. Ich bin als kompletter Neuling in den Einzelhandel eingestiegen und wage zu behaupten, dass ich jetzt nach 10 Jahren das Thema überblicke und mich nur noch unwesentlich weiterentwickeln könnte. Mein Interesse schwindet und ich strebe, obwohl mittlerweile 47 Jahre alt nach einer neuen Herausforderung. Es ist aber ein offener Weg ohne Zwang und mit genau abgewägtem Risiko.
Ende des Frühjahrs habe ich eine email an unsere Handwerkerkammer geschickt mit meinem Anliegen Schreiner werden zu wollen. Darauf folgte eine Unterredung wo wir auf Basis meiner schulischen und beruflichen Laufbahn einen Weg ausarbeiteten der mich ohne Umweg über eine Gesellenprüfung zur Meisterschulung zuliess. Die ganze Sache zieht sich über die nächsten 3 Jahre. Von den allgemeinen Modulen, wie Buchhaltung und Betriebsgründung und -führung bin ich dispensiert und somit bleiben noch die fachspezifischen Module wie Materialkunde, technisches Zeichnen, Kalkulation u.s.w., insgesamt etwa 300 Stunden.
Natürlich ist es undenkbar ohne praktische Erfahrung den Meisterbrief zu bekommen und somit muss ich über die nächsten drei Jahre ein Praktikum von auch etwa 300 Stunden vorweisen um zum praktischen Examen, d.h. der Herstellung meines Meisterstücks, zugelassen zu werden. Insgesamt also 200 Stunden pro Jahr (von September bis Mai) die teils abends und teils an meinem freien Montag verbraten werden.
Was werde ich daraus machen? Ehrlich gesagt habe ich noch keinen genauen Plan und ich bleibe offen für alle sich mir bietenden Gelegenheiten. Was wird aus meinem Hobby und dem Blog? Mit diesem Post beginnt jedenfalls eine lange Serie von Posts die den Weg beschreiben und ich setzte mich dadurch natürlich auch unter Erfolgsdruck, weil ihr ja alle "live" dabei seid und ich eine Schlappe natürlich vermeiden möchte! Ich glaube aber, dass ich weiterhin noch etwas Zeit habe in meiner Werkstatt zu werkeln und das ein oder andere interessante Projekt zu verwirklichen über das ich dann wie gewohnt berichte.
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