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Sonntag, 1. Dezember 2013

Doppelgehrungsanschlag im Einsatz: Bilderrahmen die 86te

Letzte Woche wurden die Profile für die Bilderrahmen gefräst(Videos dazu: dies und das). Diese Woche geht es an den Zuschnitt der Rahmenteile. Dazu kommt der Doppelgehrungsanschlag, den ich vor einiger Zeit gebaut habe, wieder einmal zum Einsatz. Alternativ zum Einsatz einer Formatkreissäge zeige ich aber auch die Möglichkeit, mit einem improvisierten Doppelgehrungsanschlag, auf einem Werktisch mit Führungsschiene und Tauchsäge passgenaue Gehrungen zu sägen.

Anmerkung: Die Sprachverständlichkeit müsste in diesem Video dank Einsatz eines externen Mikrophons in Ordnung sein. Das "Pumpen" des Lichtes werde ich aber erst in den Griff bekommen, wenn ich die Vorschaltgeräte der Neonlampen durch EVGs ersetze. Bis dahin bitte ich noch um etwas Geduld.



Dienstag, 19. Februar 2013

Einzelmaschinen, Zwei- oder Mehrfachkombimaschinen?

In Foren sieht man diese Fragestellung des öfteren und ich möchte hier einen (fast) rein theoretischen Vergleich anstellen. Dazu bediene ich mich im Katalog der Firma Holzkraft weil ich deren Maschinen gut kenne und zeige die Unterschiede im Preis und Platzbedarf.

Die 4fach Kombi:

Formatkreissäge, Tischfräse, Abrichte, Dickenhobel in einer Maschine zu vereinen ist nicht neu und es gibt einige Firmen die solche Maschinen im Angebot haben. Die hier beispielhaft aufgeführte Maschine ist die C30 Genius von Holzkraft:
Viel interessanter als das Photo ist aber die folgende Maßzeichnung. Hier ist die Maschine mit der optional erhältlichen Langloch-Bohreinrichtung dargestellt die ich aber im folgenden weglasse:
Daraus ersichtlich ist, dass die Maschine eine Aufstellfläche von 2,155m - 0,505 (Langloch) = 1,650m x 1,191m benötigt, was auf den ersten Blick kompakt erscheint. Wenn man den Verfahrweg des Schiebeschlittens mit einbezieht kommt man auf 1,650m x 2,480m. Will man einmal ein Brett von 2m Länge auf Breite sägen, dann kommt noch locker ein Meter vor und hinter der Maschine dazu, also 1,650m x 4,480m. Beim Dickenhobeln muss man um die Maschine herum gehen können und dafür rechnen wir etwa 0,6m auf der rechten Seite dazu, macht 2,250m x 4,480. Man will ja aber auch an der linken Seite der Maschine vorbei, also rechnen wir da noch einmal 0,6m dazu, macht demnach:

  • Platzbedarf: 2,850m x 4,480m
  • Budget: 5580€

Die 2 x 2fach Kombi:

Formatkreissäge und Tischfräse kombiniert sowie Abrichte und Dickenhobel kombiniert ist eine andere Möglichkeit sich die wichtigsten 4 Maschinen in den Hobby-Keller zu stellen. Holzkraft bietet zwei Zweifach-Kombi-Mascinen mit den gleichen Spezifikationen wie die vorgestellte 4-Fach-Kombi. Die ST-1 Genius kommt als Säge-Fräse-Kombi ins Rennen und die FS30 Genius als Abrichte-Dickenhobel Kombi:

Auch hier sind wieder vor Allem die Maßzeichnungen interessant!
Zur FS30 Genius gibt es keine Maßzeichnungen, aber da ich diese Maschine mein Eigen nennen darf, konnte ich die Maße einfach abgreifen: 0,650m x 1,400m. Stellt man nun beide Maschinen nebeneinander und lässt wie vorher 0,6m zum vorbeigehen, dann ergibt sich hier:
  • Platzbedarf: 3,334m x 4,614m
  • Budget: 6590€
Grob gesagt gewinnt man durch den Einsatz einer 4fach Kombi in diesem Falle etwa einen halben Meter in der Breite. Allerdings läge, durch die Anordnung der Maschinen, die 2x2 Kombi vorne, was die Ablängkapazität an der Säge betrifft: 2m vs 1,6m.

Ich habe den Durchgang zwischen meinen beiden Maschinen auf bierbauch-unfreundliche 0,3m rationalisiert. Dadurch passen die zwei Maschinen in meinen Kellerraum der ja nur knapp 3m Breite hat. Bei der 4fach Kombi hätte ich rechts und links etwas mehr Freiraum. Eine Ersparnis von 1000€ ist auch nicht zu vernachlässigen. Andererseits weiss ich von mir persönlich, dass mir das dauernde Umrüsten schnell widerstreben würde. Eine 4fach Kombi erscheint mir ein Kompromiss zu sein der eventuell für Platz- und Budget-Grenzfälle der einzige Zugang zu den wichtigsten Stationär-Maschinen bleibt. Wenn es ein bisschen mehr sein darf, würde ich aber ganz klar die 2 x 2fach Kombi vorziehen.

Ich habe auch mal zusammengerechnet wieviel die vier kleinsten reine Einzelmaschinen bei Holzkraft kosten würden und komme dabei auf 18760€. Diese Ausrüstung scheint sich damit wohl ganz klar an den sehr ambitionierten Amateur zu richten. Der Platzbedarf wächst bei 4 Einzelmaschinen auch erheblich.

Montag, 13. Februar 2012

Maschine vorgestellt: MiniMax ST1 Genius

Nachdem im vorigen Post der Abricht, Dickenhobel MiniMax FS30 Genius vorgestellt wurde, widme ich mich heute der Säge- und Fräskombi MiniMax ST1W. Auch diese Maschine wurde sauber verpackt geliefert allerdings fehlte das Winkelblech was den Schiebetisch nach hinten verlängert und gleichzeitig als Wegbegrenzung dient. Dafür lag ein Besäumschuh bei der eigentlich optional erhältlich ist. Ich habe dies fairerweise dem Händler gesagt und er hat das Winkelblech nachliefern lassen und ich konnte den Besäumschuh behalten.

Die Säge:

Der kugelgeführte Schiebeschlitten hat nur eine Länge von 1200mm und erlaubt einen Verfahrweg von etwas über 1200mm. Schon bei tief stehendem Sägeblatt erreicht man die angegebene Besäumlänge von 1200mm. Das erscheint wenig und ist es auch, allerdings habe ich mir angewöhnt die rohe Brettware vor dem Besäumen schon grob abzulängen. Für längere Besäum- oder Formatschnitte benutze ich aber die Festool TS-55 mit Führungsschiene. Der Schiebeschlitten ist perfekt justiert gegenüber dem Gußtisch und dem Sägeblatt. Beim Sägen oder Besäumen geht das Blatt durch das Werkstück über die ganze Schnittlänge ohne großen oder schwankenden Druck. Es entstehen keine Brandstellen und die Schnittgüte längs ist ein klares AAA Rating :-).

Beim quer Sägen verhält es sich auf Grund der sehr steifen Konstruktion der Maschine genauso. Die Schnittflächen sind sehr sauber und die Wiederholgenauigkeit am Anschlag ist sehr gut trotz des etwas "leichten" Anschlagreiters.


Die Höhenverstellung erfolgt über unpraktische Sterngriffe wobei zwei davon axial liegen wovon der der Maschine am nächsten liegende die Höhe arretiert und der andere mit einem Dreh die 80mm Höhe rauf und runter fährt. Der Feststellgriff muss übrigens rabiat festgezogen werden weil ansonsten beim schlagartigen Anlauf der Maschine sich das Sägeblatt senkt. Der 1.5kW Drehstrom Industriemotor dreht nähmlich das 250mm große Sägeblatt in Sekundenbruchteilen hoch wodurch über die Spannhebel des doppelten Keilriemens ein Zugmoment das ganze Agregat nach unten bewegen will. Eine Höhenverstellung über eine Spindel mit einem Kurbelrad als Bedienung wäre mir lieber gewesen.
Der zweite Sterngriff arretiert die Schrägstellung des Sägeagregates. Beim Lösen "baumelt" das ganze Agregat in Richtung 20-25° und man muss links und rechts davon gegenhalten um den gewünschten Winkel einzustellen und dann zu arretieren. Hier hätte ich mir auch eine elegantere Lösung gewünscht.
Der Parallelanschlag ist von gleicher Bauart wie der Fügeanschlag am ADH. Er klemmt nur vorne, ist aber steif genug um erst bei größerem Druck weiter vorne nachzugeben. Dadurch, dass alle Anschläge, Tische und das Sägeblatt perfekt justiert sind und dies bei Lieferung auch schon waren, arbeitet man sehr entspannt und ohne Kraftaufwand an der Säge und die Ergebnisse sind demnach sehr präzise.

Die Tischfräse:

Ich bin kein großer Fan von Kombimaschinen, muß aber auf den Luxus von Einzelmaschinen auf Grund meiner kleinen Werkstatt verzichten. Das Umrüsten zur Tischfräse beschränkt sich aber eigentlich auf die Montage des Anschlags der mittels zweier Schrauben auf dem Gußtisch fixiert wird. Der Anschlag ist mit allen üblichen Niederhaltern und Schutzvorrichtungen ausgerüstet. Die 30mm Frässpindel ist starr, erlaubt Werkzeuge bis 150mm Durchmesser und hat 35mm Platz um Werkzeuge zu versenken. Letzteres ist etwas knapp, kann aber durch eine Auflage auf dem Tisch kompensiert werden. Der Industrie Drehstrom Motor hat 1.5kW und verfügt über eine kräftige Bremse die auch schwere Profilmesserköpfe in Sekunden zum Stehen bringt. Es gibt zwei Geschwindigkeiten, 5000 und 7500 u/min die durch Umlegen eines Flachriemens gewählt werden.
Das Zubehör umfasst den besagten Anschlag und einen Bogenanschlag.




Klappe auf:

Hier ist noch ein Blick ins Innere. Man erkennt links das Fräs- und rechts das Sägeagregat. Der Sägeblattwechsel erfolgt von innen, was etwas umständlicher ist als von oben. Ich muss allerdings sagen, dass das Universal-Wechselzahn-Sägeblatt von Eumatool großartige Ergebnisse, sowohl längs als auch quer liefert und ich mir den Wechsel des Blattes spare.

Fazit:

Nach etwa 6 Monaten Nutzung bin ich, trotz Abstriche im Bedienungskomfort, überzeugt von der Güte der Maschine die, wie der ADH, trotz einfachem Aufbau sehr gute Ergebnisse liefert. Ich habe übrigens regelmäßig die Gelegenheit eine Altendorf F45 zu nutzen und finde, dass die kleine MiniMax ST1 dem Vergleich in Bezug auf die Schnittgüte standhält, auf jeden Fall was meine Ansprüche als Hobbywerker anbelangen. Die Altendorf würde aber sicher jahrelange tägliche Dauerbeanspruchung überstehen, wofür die ST1 ganz klar nicht gebaut ist.

So, vielleicht konnte ich mit den zwei Posts über die kleinsten Maschinen der MiniMax Serie Diesen etwas verdientes Interesse verschaffen und Ihnen verhelfen wenigstens als mögliche Alternative, zu den im deutschsprachigen Raum sehr beliebten Hammers und Felders, in Betracht gezogen zu werden.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Fünf-einhalb Zentimeter

Der Engpass zwischen dem ADH und der FKS war ein Nachteil den ich mir mit dem Umstieg auf stationäre Maschinen eingehandelt habe. Jetzt habe ich mir mit einer, wie ich finde, lustigen Lösung 5,5cm mehr "Bauchfreiheit" verschafft indem ich die Führung für den Längsanschlag der FKS teilweise in die Wandverkleidung versenkt habe.
Not macht erfinderisch und der Durchgang zwischen dem Queranschlag der FKS und dem ADH ist von 27cm auf 32.5cm gewachsen und erlaubt mir meinen, in letzter Zeit etwas größer gewordenen Umfang bequemer durch diesen Engpass zu bewegen.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Radikaler Werkstattumbau: Teil 8

Das Warten hat ein Ende! Die kombinierte Säge- und Fräs-Maschine, die ST-1W Genius von Holzkraft ist eingetroffen. Die knapp 150kg des Abricht-Dickenhobels (ADH) FS-30 Genius, auch von Holzkraft, hatten wir zu 4 Mann locker in die Werkstatt getragen. Bei der ST-1W, die fast 200kg wiegt, waren wir leider nur zu Dritt und es war dementsprechend etwas Murks. Aber nachdem die Maschine stand und wir unser wohl verdientes Bierchen getrunken hatten war die Anstrengung schnell vergessen. Hier steht nun das gute Stück gegenüber des ADH.
Wie erwartet stört der Ausleger am Schiebetisch die Bewegungsfreiheit in der Werkstatt am meisten. Ich werde dennoch das aktuelle Projekt durchziehen und versuchen mir während der Arbeit zu überlegen was ich optimieren kann. In der Zeit wo ich auf die Maschine warten musste habe ich das Regal neben der Absauge total entrümpelt und schlussendlich entsorgt. Das gibt mir wieder mehr Platz und ich plane an diese Stelle eine Werkbank mit einem Unterbau voller Schubladen zu stellen. An dieser Stelle möchte ich auch dringend abraten von Regalen in der Werkstatt. Die Platzausbeute ist miserabel und es verstaubt alles. Viel effizienter sind Schränke mit ausziehbaren Böden oder Schubladen.
Selbstverständlich habe ich nach dem oben besagten Bierchen keinen Probeschnitt mehr gemacht sondern erst am Tag danach. Soviel sei gesagt: Das Resultat ist sehr viel-versprechend aber nach der Enttäuschung über die Festool CS-50 bin ich vorsichtig geworden und die Maschinen werde ich im Verlauf der aktuellen Projekte kritisch beurteilen und darüber berichten.

Sonntag, 13. Februar 2011

Radikaler Werkstattumbau: Teil 1

Die CS-50 ist sicherlich eine gute Kreissäge und ich hatte mich letztes Jahr aus Platzgründen für sie entschieden. Leider ist die Maschine in ihrer Struktur zu weich um wiederholt genaue Ergebnisse zu liefern. Die Winkelgenauigkeit bei Zuschnitten hängt vom verwendeten Holz und der daraus resultierenden unterschiedlichen Zustellkräften ab. Eine Format-Kreissäge muss also her! Ebenfalls auf dem Wunschzettel steht schon länger ein Abricht-Dickenhobel. Holzkraft hat diese beiden neuen Maschinen seit Kurzem im Programm und sowie es aussieht sind dies die einzigen "großen" Maschinen dieser Art die zusammen in meine kleine Werkstatt passen könnten. Aber wie kriegt man überhaupt die zwei Maschinen in eine 3 x 5 Meter große Werkstatt zusammen mit dem MFT/3 und dem Werkstattunterschrank für den Bohr- und Fräsständer und behält obendrein noch Platz für den geplanten amtlichen Frästisch? Hier ist ein Denkansatz bei dem die größten Arbeitslängen für die Formatkreissäge und den Abricht-Dickenhobel zur Verfügung stehen:
Die beiden stationären Maschinen stünden sich gegenüber und hätten in Arbeitsrichtung jeweils 2,25m Freiraum. Das braune Rechteck ist der MFT/3 der somit unter das Fenster wandert. Das blaue Rechteck mit dem Kreis ist die neue fahrbare Absauge. Der geplante Frästisch würde in diesem Fall in den MFT/3 integriert werden. Das vorliegende Konzept könnte funktionieren weil die Arbeitstische der Maschinen und des MFT/3 alle auf genau derselben Höhe von 900mm liegen und somit eigentlich nichts im Wege ist beim Bearbeiten größerer Werkstücke. Auf die linke Seite des Raumes käme der Bohrständer auf seinem fahrbaren Unterschrank sowie vielleicht ein ebenfalls fahrbarer Montagetisch.
Ebenfalls lege ich jetzt den ganzen Boden mit Verlegeplatten aus weil mir die aufsteigende Kälte doch in den Beinen zu schaffen macht und der Boden leider heftig krumm ist.
Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden und würde mich freuen über jegliche Anregungen.