Nein, ich habe nichts fertig gemacht! Weder den Unterschrank, noch den Fußboden und schon recht nicht die Hausbar. Alles geht seinen langsamen aber stetigen Weg. Kein Druck, weder von der Zeit noch von der Frau soll mir den Spaß und den Genuss an der Holzverarbeitung verderben.
Habt ihr euch nicht schon mal gewundert über die Angaben von erstaunlich kurzen Bauzeiten in Zeitschriften und Internetartikeln. Da entsteht ein Carport in 3 Tagen, ein tolles Medienzentrum an einem Wochenende und nebenbei die Einbauküche in einer Woche. Bin ich jetzt doof oder nur langsam oder aber doch ein Genießer? Ihr habt es wohl erraten. Ich pfeife auf diese Angaben und zieh die Sache durch in meinem Tempo oder wer nimmt schon frei um so ein Projekt durchzuboxen. Ich frag mich ernsthaft wie man als Hobbybastler in 3 Tagen mal kurz 'ne Garderobe hinbekommen kann. Sorry ich habe jetzt gerade einen Feierabend darauf verwendet die Hälfte der Schubkastenseiten und -Böden vom Werkstattunterschrank zu schleifen, oder gibt es irgendwo Holzplatten zu kaufen die fertig geschliffen sind? Vielleicht sollten die Zeitangaben in Stunden gemacht werden so kann jeder sich ausdenken wie lange er brauchen wird. Angaben in Tagen sind unbrauchbar weil man ja nicht weiß ob es 8, 12 oder gar 24 ;-) Stunden Tage sind.
Also heute gibt es keine neuen Bilder und auch sonst nichts Konkretes, nur eben diesen Nach-Feierabend-Zeit-Füller-Post und ein Bierchen. Na denn Prost.
PS: der Titel dieses Posts gehört zu folgendem Buch
Möbelbau, Werkstatteinrichtung, Holzverarbeitung mit Maschinen, ... vom Hobbyschreiner für den Hobbyschreiner
Mittwoch, 19. Januar 2011
Mittwoch, 5. Januar 2011
Der krumme Fußboden und die Philosophie des Alterns
Himmel, jetzt macht der auch noch auf Philo, denken so manche! Bitte lasst mir den Spaß mich in diese Richtung auszutoben denn schließlich ist dies ein Blog und ein bisschen persönlich darf es schon mal werden.
Ist schon jemandem aufgefallen in welchem Alter Viele wie du und ich sich auf so einem Blog zu verewigen versuchen? Ich sag es dir: Mitten in der Midlifecrisis! Jetzt knurr nicht herum! Genau so ist es! Um die 40 stehen wir mit zwei Füßen im Leben, haben Zeit, können uns die teuren Spielsachen leisten, haben die Geduld größere Projekte mit der nötigen Ruhe anzugehen und unsere Frauen genießen es, uns und die Kinder für ein paar Stunden los zu sein!
Jetzt stehe ich in meiner Werkstatt und leiste mir den Luxus, obwohl ich wahrscheinlich mit 44 Jahren über die statistische Hälfte meines Lebens hinaus bin, während 2 Stunden, in Gesellschaft von ein paar Bier, darüber nachzudenken wie ich den verdammten Fußboden in meiner Werkstatt gerade bekomme. Warum mach ich es nicht einfach? Ich weiß eh, dass ich mir ein paar OSB Verlegeplatten besorgen werde und die dann mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit in die Horizontale lege und dabei nachdenke über die Nachhaltigkeit des ebenen Fußbodens, der Werkstatt, des Hauses, seiner Bewohner und mir selbst. Ich nehme mir die Zeit und genieße es! Ja, trotz, oder eben gerade Dank der Überschreitung der "Mitte" nehme ich mir die Zeit und genieße die Reifung des Denkens und den Genuss des Biers während mir verschiedene Statements richtig bewusst werden und ich sie nicht mehr nur akustisch wahrnehme, sowie: "Ab jetzt kannst du 's genießen", "Du kriegst sowieso nicht mehr alles gemacht was du vorhast" oder so Banales wie "Das Leben ist kurz" oder Starkes wie "Carpe Diem" und so weiter. Wenn man ernsthaft über den Sinn des Lebens nachdenkt könnte man zum egoistischen Schluss kommen, dass die Vergänglichkeit jeglichen eigenen Produktes eigentlich dessen Schaffung sinnlos erscheinen ließe. Dem muss aber nicht so sein, denn eigentlich ist der Weg das Ziel und glücklicherweise leben wir in einer Zeit in der, wenn man es unterlässt sich dauernd auf allzu hohem Niveau zu beklagen, es einem eigentlich sehr gut geht und man viel Zeit und Muße auf das Begehen eben dieses Weges verwenden kann.
In dem Sinne wünsche ich dir und deinen Nächsten, lieber Leser, alles Gute im neuen Jahr und viele tolle Stunden auf deinem ganz persönlichen "Weg".
Ist schon jemandem aufgefallen in welchem Alter Viele wie du und ich sich auf so einem Blog zu verewigen versuchen? Ich sag es dir: Mitten in der Midlifecrisis! Jetzt knurr nicht herum! Genau so ist es! Um die 40 stehen wir mit zwei Füßen im Leben, haben Zeit, können uns die teuren Spielsachen leisten, haben die Geduld größere Projekte mit der nötigen Ruhe anzugehen und unsere Frauen genießen es, uns und die Kinder für ein paar Stunden los zu sein!
Jetzt stehe ich in meiner Werkstatt und leiste mir den Luxus, obwohl ich wahrscheinlich mit 44 Jahren über die statistische Hälfte meines Lebens hinaus bin, während 2 Stunden, in Gesellschaft von ein paar Bier, darüber nachzudenken wie ich den verdammten Fußboden in meiner Werkstatt gerade bekomme. Warum mach ich es nicht einfach? Ich weiß eh, dass ich mir ein paar OSB Verlegeplatten besorgen werde und die dann mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit in die Horizontale lege und dabei nachdenke über die Nachhaltigkeit des ebenen Fußbodens, der Werkstatt, des Hauses, seiner Bewohner und mir selbst. Ich nehme mir die Zeit und genieße es! Ja, trotz, oder eben gerade Dank der Überschreitung der "Mitte" nehme ich mir die Zeit und genieße die Reifung des Denkens und den Genuss des Biers während mir verschiedene Statements richtig bewusst werden und ich sie nicht mehr nur akustisch wahrnehme, sowie: "Ab jetzt kannst du 's genießen", "Du kriegst sowieso nicht mehr alles gemacht was du vorhast" oder so Banales wie "Das Leben ist kurz" oder Starkes wie "Carpe Diem" und so weiter. Wenn man ernsthaft über den Sinn des Lebens nachdenkt könnte man zum egoistischen Schluss kommen, dass die Vergänglichkeit jeglichen eigenen Produktes eigentlich dessen Schaffung sinnlos erscheinen ließe. Dem muss aber nicht so sein, denn eigentlich ist der Weg das Ziel und glücklicherweise leben wir in einer Zeit in der, wenn man es unterlässt sich dauernd auf allzu hohem Niveau zu beklagen, es einem eigentlich sehr gut geht und man viel Zeit und Muße auf das Begehen eben dieses Weges verwenden kann.
In dem Sinne wünsche ich dir und deinen Nächsten, lieber Leser, alles Gute im neuen Jahr und viele tolle Stunden auf deinem ganz persönlichen "Weg".
Montag, 3. Januar 2011
Werkstatt Unterschrank: Teil 1
Die neue Bohrständer-Bohrmaschinenkombination wurde provisorisch auf einen alten 60er Jahre Küchenschrank montiert der noch im Keller herum stand. Es war allerdings von Anfang an klar, dass mindestens die Bohrmaschine, der Selbstbau Frästisch als auch die Tellerschleifmaschine ihren eigenen rollbaren Unterschrank bekommen sollen. Die Idee dabei ist alles Zubehör in Schubladen griffbereit und geordnet unter der entsprechenden Maschine zu verstauen. Ein weiterer Gedanke dabei ist, durch die Möglichkeit die Schränke mitsamt der Maschine darauf frei in meiner kleinen Werkstatt zu bewegen, immer irgendeine Position zu finden in der auch sperrige Werkstücke bearbeitet werden können. Die Konstruktion der Schränke ist angelehnt an diesen Unterschrank. So entsteht hier der erste von vielleicht 3 Werkstatt Unterschränken.
Alle Rahmenteile bestehen aus Fichtenleimholzstollen (58x38) und sind mit Domino Dübeln verbunden.
Die Seitenfüllungen und der Rücken aus 12mm OSB sind eingenutet und mit dem Rahmen verleimt. OSB ist eigentlich ein ganz ordentliches Plattenmaterial für Füllungen solange man sich nicht an der Optik stört. Für diese Anwendung habe ich die Platten an der Außenseite geschliffen von 50er bis auf 180er Körnung.
Die Ober- und Unterböden aus 22mm OSB mit Fichtenholzumleimer werden später mit Schrauben lösbar mit dem Rahmen verbunden. Die Umleimer stehen zur Innenseite ein paar Millimeter über und helfen damit den Rahmen beim Zusammenbau und Verleimen in den rechten Winkel zu zwingen.
Der Schrank läuft auf 4 gebremsten und schwenkbaren Rollen.
In Teil 2 berichte ich über die Schubkästen.
Alle Rahmenteile bestehen aus Fichtenleimholzstollen (58x38) und sind mit Domino Dübeln verbunden.
Die Seitenfüllungen und der Rücken aus 12mm OSB sind eingenutet und mit dem Rahmen verleimt. OSB ist eigentlich ein ganz ordentliches Plattenmaterial für Füllungen solange man sich nicht an der Optik stört. Für diese Anwendung habe ich die Platten an der Außenseite geschliffen von 50er bis auf 180er Körnung.
Die Ober- und Unterböden aus 22mm OSB mit Fichtenholzumleimer werden später mit Schrauben lösbar mit dem Rahmen verbunden. Die Umleimer stehen zur Innenseite ein paar Millimeter über und helfen damit den Rahmen beim Zusammenbau und Verleimen in den rechten Winkel zu zwingen.
Der Schrank läuft auf 4 gebremsten und schwenkbaren Rollen.
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