Mittwoch, 21. Juli 2010

Selbstbau Frästisch

Er wurde schon angedeutet und nachdem ich ein paar zusätzliche Papiertücherboxen als "Auftragsarbeit" erledigt habe kann ich den Frästisch in Angriff nehmen.

Wie immer beginne ich meine Projekte mit einer 3D Skizze. Das erlaubt mir sehr schnell die Grundidee von groben Fehlern zu bereinigen. Ja ich benutze dafür nur einen Bleistift und ein Blatt Papier. Das ist um ein Vielfaches schneller als irgendwelche CAD Programme oder das immer beliebtere Sketchup. Die Skizze hier entstand in weniger als 5 Minuten und reicht für derartige Projekte völlig aus.
Der Frästisch wird an der V-Nut des MFT/3 angehängt und er bekommt vorne zwei Klappbeine damit ich ihn bei Nichtgebrauch wegräumen kann. Ein kleiner Luxus soll die Höhenverstellung werden mittels Gewindestange und Kurbel. Das folgende Bild zeigt die kleine Holzplatte deren vier 10mm Holzdübel genau in die Vertiefungen des Gehäuses der Fräse passen.
Das nächste Bild zeigt die Platte an der Fräse angesteckt und man erkennt das eingelassene Kugellager welches das verjüngte Ende der Gewindestange aufnimmt.
Das folgende Bild zeigt die untere Platte des Rahmens an dem die Fräse unter dem Tisch hängt.
Eine kleine Holzplatte mit einem Senkloch nimmt die 30mm lange Sechskantmutter auf Presspassung auf. Das ganze wird in das Loch der Bodenplatte des Rahmens gepresst und verschraubt. Hier sieht man auch schon die Kurbel. Das Handstück ist ein Stück PVC Rohr welches locker über einen Holzstab gestülpt ist und am offenen Ende durch eine Scheibe mit einer kurzen Schraube gegen Herausfallen gesichert ist.

Hier ist der Anschlag vor dem Verleimen. Alle Stege liegen in Nuten. Die zwei mittleren Stege bilden die Seitenwände des Absaugkastens.

Im folgenden Bild sind noch einmal die Einzelteile des Frästisches ausgelegt. Der Tisch selbst hat schon die Dreieckleiste mit der er in der V-Nut des MFT Halt findet. Der Anschlag ist verleimt und der Absaugkasten hat einen Deckel aus Acrylglas. Die Stege sind für die Optik abgeschrägt. Es fehlen noch die Bohrung für den Fräser und die klappbaren Tischbeine.

Das folgende Bild zeigt den Rahmen montiert am Frästisch. Die Bodenplatte der Oberfräse muss noch in den Tisch versenkt werden. Auf jeden Fall funktioniert die Höhenverstellung einwandfrei.


Zwischenbilanz: Der Frästisch hat soweit 0,46 € gekostet für die 2 Schlossschrauben der Anschlagarretierung. Der ganze Rest ist Restholz, die Gewindestange ist ein Rest meines CNC Projektes und die Oberfräse stammt auch aus der Zeit. Es sind allerdings schon 8 Tage vergangen seit dem Beginn des Projektes und ich denke das ist auch gut so. Bis jetzt gab's keine Fehler und es sieht aus als würde das Ding ein Erfolg.

Jetzt, 2 Monate später kann ich bestätigen, dass der Tisch gut funktioniert auch ohne Klappbeine. Ich werde wohl das Ganze Ding irgendwann auf einen rollbaren Unterbauschrank setzen.

Kommentare:

  1. Hi, mir gefällt diese schlichte Anleitung für einen Frästisch, vorallem weil ich genau die gleiche Oberfräse besitze die ich kaum brauche.

    Könntest du echt noch ein Bild noch rein stellen, wo man den Frästisch ganz sieht, so ganz normal wenn man vor ihm steht.
    Wäre nett.

    Danke für diese Anleitung.

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  2. hallo, also ich hab mir schon so manche anleitung im netz angesehen, aber die idee der höhenverstellung ist einfach, aber sehr genial. mich würde interessieren, wie der frästisch am ende aussieht. wie löst du das problem mit dem einschalten? so wie viele andere mit kabelbinder? mir schwebte ein klettband vor, hab aber noch nicht getestet ob das dann funktioniert.

    glückwunsch für die tolle idee und vielen dank für die tolle idee.

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  3. Der Schalter ist mit einer Schnur zwangseingeschaltet und die Fräse an einer schaltbaren Steckdose angeschlossen was selbstverständlich nur als Notlösung zu sehen ist. Es kommt noch ein amtlicher Ein- und Austaster mit Relais dran.

    Auf Anfrage habe ich auch ein zusätzliches Bild eingestellt welches den Frästisch am MF/T eingehängt zeigt. Der Standfuss ist lose mit einem Domino eingesetzt.

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  4. Hi, ich hätte da ne Super idee für die befestigung des Einschaltknopfes der Oberfräse. Und zwar könnte man diese statt mit einem Kabelbinder mit einem Klebverschluss ding:
    http://www.fastech.ch/index.php?page=849

    Befestigen!

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  5. Gerade über 1000 Seitenaufrufe für den Selbstbau Frästisch. Wer hätte das gedacht?

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  6. Hallo Marc,
    ich hab mir jetzt doch den MFT3 zugelegt. Jetzt muss ich erst mal meinen Keller aufräumen und gegebenenfalls sanieren. Ich werde mir an den Tisch noch einen universal Säge und Frästisch bauen. Dafür hab ich mir von Matthias Wandel den Plan für den Fräslifter besorgt.
    Ich hab jetzt auch einen Holzblog und werde den Bau da mal dokumentieren.
    Gruß Achim

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  7. Hi Achim,
    Herzlichen Glückwunsch zum MFT/3 (hoffentlich gleich mit den passenden Befestigungselementen und den Zwingen)!
    Ich schau dann mal bei dir im Blog vorbei.
    Gruß Marc

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  8. Hey,

    finde die Konstruktion wirklich gut. Jedoch habe ich eine Frage zur Höhenverstellung. Wenn du die Fräser ausfährst, spannen sich ja auch die Federn in der Oberfräse. Ist das ein Problem? Entlastet du die Federn nach der Benutzung indem du den Fräser wieder einfährst

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    1. Die Federspannung ist kein Problem, weder beim in die Höhe verfahren noch bei Nichtbenutzung.

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  9. Hallo Marc,
    klasse Idee, die ich gerne aufnehmen und so ähnlich nachbauen würde.
    Dazu habe ich einige Fragen:
    Hast Du die Seitenteile der Führung unter der Platte mit Dominos verleimt oder auch verschraubt?
    Must Du bei der Höhenverstellung den roten Hebel der Fräse drücken oder ist die Arretierung ausgeschaltet? Wenn ja, wie geht das?
    Habe ich das richtig verstanden, dass die Gewindestange verjüngt ist und dadurch frei im Kugellager laufen kann, ohne das Holz zu berühren?
    Hast Du die Fräse in die Platte eingelassen? Wie dick ist die Platte dort noch?
    Vielen Dank im Voraus für die Antworten.
    Liebe Grüße,
    Kay

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    1. Hallo Kai,

      Der Führungsrahmen sitzt mit Dominos unter der Platte und ist von oben verschraubt. Diese Fräse hat einen Hebel ohne Rückholfeder zur Feststellung. Die Gewindestange ist verjüngt auf 8mm. Dieser etwa 3mm lange Zapfen passt in das Loch des Kugellagers und kann somit leicht drehen. Man könnte auch das Kugellager ganz weg lassen, die Gewindestange vorne etwas abrunden und beispielsweise auf eine Unterlegscheibe mit einem 6mm Loch drücken lassen. Die Fräse ist in die Tischplatte eingelassen, wobei etwa 6mm Material stehen blieb.

      Viel Erfolg beim Nachbau

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    2. Hallo Marc,
      danke schön. Das hilft mir weiter.
      Gruß,
      Kay

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