Was im Februar begonnen hatte ist jetzt, drei Monate später, fertig und es ist Zeit eine Bilanz zu ziehen.
Der Fußboden ...
... ist eben und isoliert und in den kalten Tagen hat sich das positiv bemerkbar gemacht. Auch bei längeren Aufenthalten tun die Beine nicht mehr weh, wohl auch weil der Fußboden nicht mehr so hart ist wie vorher. Die Kosten haben sich mit unter 200,- € in Grenzen gehalten. Was würde ich anders machen? Bis jetzt fällt mir dazu eigentlich nichts ein. Viele verrufen OSB, dass es glatt sei! Das kann ich nicht bestätigen. Oder, dass man schwer Etwas findet was herunterfällt. Mal im Ernst! Ist das so tragisch? Die Zeit muss allerdings noch zeigen ob der Boden hält. Wenn die Oberfläche unschön wird oder Stücke ausbrechen kann ich immer noch einen Belag drauflegen.
Die Maschinen ...
... und der Umstieg von halb-stationären auf stationäre Maschinen waren ein anderer Teil des Unterfangens. Das hat mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet, weil der Platz doch sehr begrenzt ist, die Investition eigentlich auch mein Budget sprengte und ich mich viel mit warnenden Ratschlägen von anderen Bloggern und Lesern auseinandersetzen musste. Die Warnungen habe ich ernst genommen aber das Risiko ist kalkulierbar solange man sich nicht selber belügt. Bereits einen Tick größere Maschinen, wenn auch verlockend, hätten nicht rein gepasst! Ich bewege mich also am Rande des Machbaren für eine 15 Quadratmeter Werkstatt! Für mich, als zugegebenermaßen maschinenbegeisterter Holzwerker, war es also normal die maximale Maschinengröße anzustreben anstatt z.B. die maximale Hobelbankgröße. Brauche ich noch mehr Maschinen? Das werden wohl die weiteren Projekte zeigen. Ich habe bisweilen jedenfalls noch nie einige Maschinen vermisst die man oft auf Bildern im Internet von Werkstätten findet: Kappsäge, Langlochbohrer, große Bandsäge u.s.w. Als Beispiel sei gesagt, dass ich ohne Mühe die Balken für den Fußbodenunterbau von Hand mit der Japansäge abgelängt habe. Die Maschinen die ich habe dürften für den Großteil meiner Arbeiten ausreichen und da ich eben nicht unter Auftragszwang stehe, kann ich meine Projekte so aussuchen, dass ich sie mit der bestehenden Werkstattausrüstung ausführen kann.
Verschiedenes ...
- Die Werkstatt ist Werkstatt und kein Abstellraum. Treue Leser kennen Bilder meiner Werkstatt auf denen man Gartengeräte und ein Regal mit "fremden" Sachen sieht. Früher oder später wird man diesen Platz zurückerobern wollen. Also besser den Platz erst gar nicht hergeben! Andererseits ergibt es einen Sinn zu versuchen die anderen Kellerräume für sich zu erschließen. So habe ich mein Holzlager in einen anderen Kellerraum verlegt und größere Sachen kann ich im Kellerflur montieren wo die Deckenhöhe 2,20m beträgt.
- Ich bin etwas perplex weil man als Laie solch potentiell gefährlichen Maschinen kaufen kann. Ich habe jedenfalls größten Respekt vor rotierenden Hobelwellen und Sägeblättern. Als begeisterter aber nicht lebensmüder Holzwerker ziehe ich mir seit langer Zeit alle möglichen Dokumentationen zu Rate über den Umgang mit diesen Maschinen. Es gibt dazu sehr viele gute Videos und Texte im Netz. Eine andere Möglichkeit, die bei uns leider nicht geboten wird, wäre der Besuch eines Maschinenkurses.
Dies ist eine Bilanz und sicher kein Abschluss der Umbaubemühungen. Es ist sicher eine Einstellungssache, aber ich bin eigentlich immer aufmerksam um meine Arbeitsweise und -umgebung zu optimieren und so werden in Zukunft sicher noch einige Projekte in und um die Werkstatteinrichtung entstehen.
Möbelbau, Werkstatteinrichtung, Holzverarbeitung mit Maschinen, ... vom Hobbyschreiner für den Hobbyschreiner
Samstag, 7. Mai 2011
Radikaler Werkstattumbau: Bilanz
Donnerstag, 5. Mai 2011
Radikaler Werkstattumbau: Teil 8
Das Warten hat ein Ende! Die kombinierte Säge- und Fräs-Maschine, die ST-1W Genius von Holzkraft ist eingetroffen. Die knapp 150kg des Abricht-Dickenhobels (ADH) FS-30 Genius, auch von Holzkraft, hatten wir zu 4 Mann locker in die Werkstatt getragen. Bei der ST-1W, die fast 200kg wiegt, waren wir leider nur zu Dritt und es war dementsprechend etwas Murks. Aber nachdem die Maschine stand und wir unser wohl verdientes Bierchen getrunken hatten war die Anstrengung schnell vergessen. Hier steht nun das gute Stück gegenüber des ADH.
Wie erwartet stört der Ausleger am Schiebetisch die Bewegungsfreiheit in der Werkstatt am meisten. Ich werde dennoch das aktuelle Projekt durchziehen und versuchen mir während der Arbeit zu überlegen was ich optimieren kann. In der Zeit wo ich auf die Maschine warten musste habe ich das Regal neben der Absauge total entrümpelt und schlussendlich entsorgt. Das gibt mir wieder mehr Platz und ich plane an diese Stelle eine Werkbank mit einem Unterbau voller Schubladen zu stellen. An dieser Stelle möchte ich auch dringend abraten von Regalen in der Werkstatt. Die Platzausbeute ist miserabel und es verstaubt alles. Viel effizienter sind Schränke mit ausziehbaren Böden oder Schubladen.
Selbstverständlich habe ich nach dem oben besagten Bierchen keinen Probeschnitt mehr gemacht sondern erst am Tag danach. Soviel sei gesagt: Das Resultat ist sehr viel-versprechend aber nach der Enttäuschung über die Festool CS-50 bin ich vorsichtig geworden und die Maschinen werde ich im Verlauf der aktuellen Projekte kritisch beurteilen und darüber berichten.
Wie erwartet stört der Ausleger am Schiebetisch die Bewegungsfreiheit in der Werkstatt am meisten. Ich werde dennoch das aktuelle Projekt durchziehen und versuchen mir während der Arbeit zu überlegen was ich optimieren kann. In der Zeit wo ich auf die Maschine warten musste habe ich das Regal neben der Absauge total entrümpelt und schlussendlich entsorgt. Das gibt mir wieder mehr Platz und ich plane an diese Stelle eine Werkbank mit einem Unterbau voller Schubladen zu stellen. An dieser Stelle möchte ich auch dringend abraten von Regalen in der Werkstatt. Die Platzausbeute ist miserabel und es verstaubt alles. Viel effizienter sind Schränke mit ausziehbaren Böden oder Schubladen.
Selbstverständlich habe ich nach dem oben besagten Bierchen keinen Probeschnitt mehr gemacht sondern erst am Tag danach. Soviel sei gesagt: Das Resultat ist sehr viel-versprechend aber nach der Enttäuschung über die Festool CS-50 bin ich vorsichtig geworden und die Maschinen werde ich im Verlauf der aktuellen Projekte kritisch beurteilen und darüber berichten.
Donnerstag, 21. April 2011
Display für Audio-Mischer: Teil 1 "Die Planung"
Leider hat sich die Auslieferung der Formatkreissäge erheblich verzögert und mir gehen so langsam die Ideen aus was ich mit meiner Freizeit anfangen soll. Nun ja, als ansonsten total digitaler Mensch habe ich mich ein wenig in Sketchup eingearbeitet um das nächste Projekt zu planen. Eigentlich habe ich ja im Post über den Frästisch den Bleistift und das Papier gelobt um auf die Schnelle einen Entwurf zu planen aber, was soll 's, ich bin doch dem digitalen Papier erlegen. Es gibt übrigens eine absolut empfehlenswerte Einführung in Sketchup, speziell an den Holzwerker gerichtet: "Sketchup for Woodworkers". Jeder der ernsthaft darüber nachdenkt Sketchup zu benutzen, sollte sich die Zeit nehmen die Tutorials auf dieser Seite durchzuarbeiten.
Nachdem ich bereits einige Displays mit Slatwalls für unser Geschäft angefertigt habe, entstand jetzt der Bedarf nach Displays für kleine bis mittelgroße Mischer und der dazugehörigen Peripherie. Dies ist ein erster Entwurf in Sketchup:
Die Grundidee ist ein fahrbares Display zum Ausstellen großer und kleiner Geräte mit der Möglichkeit eingepackte Ware griffbereit darunter zu Lagern. So ergeben sich die drei Ebenen. Die Untere dient der Lagerung, die Mittlere zum Ausstellen der größeren Geräte und die darüber für kleinere Geräte oder für kleine Lautsprecher-boxen zum Antesten.
Die Maße sind im Verhältnis 1:2 für Tiefe und Breite gewählt, sodass man z.B bei Bedarf ein Display an die Stirnseiten von zwei, Rücken an Rücken, stehenden Display platzieren kann.
Die Displays müssen zerlegt an ihren Bestimmungsort kommen um dort erst aufgebaut zu werden. Es werden 5-6 Stück gebraucht was mich auch dazu zwingt rationell an die Arbeitsschritte heranzugehen.
Jetzt heißt es aber zuerst die Materialwahl zu treffen um dann das Material zu besorgen und dann zu verhindern, dass ich mich gleich mit dem ersten Projekt in der neuen Werkstatt "zubaue".
Nachdem ich bereits einige Displays mit Slatwalls für unser Geschäft angefertigt habe, entstand jetzt der Bedarf nach Displays für kleine bis mittelgroße Mischer und der dazugehörigen Peripherie. Dies ist ein erster Entwurf in Sketchup:
Die Grundidee ist ein fahrbares Display zum Ausstellen großer und kleiner Geräte mit der Möglichkeit eingepackte Ware griffbereit darunter zu Lagern. So ergeben sich die drei Ebenen. Die Untere dient der Lagerung, die Mittlere zum Ausstellen der größeren Geräte und die darüber für kleinere Geräte oder für kleine Lautsprecher-boxen zum Antesten.
Die Maße sind im Verhältnis 1:2 für Tiefe und Breite gewählt, sodass man z.B bei Bedarf ein Display an die Stirnseiten von zwei, Rücken an Rücken, stehenden Display platzieren kann.
Die Displays müssen zerlegt an ihren Bestimmungsort kommen um dort erst aufgebaut zu werden. Es werden 5-6 Stück gebraucht was mich auch dazu zwingt rationell an die Arbeitsschritte heranzugehen.
Jetzt heißt es aber zuerst die Materialwahl zu treffen um dann das Material zu besorgen und dann zu verhindern, dass ich mich gleich mit dem ersten Projekt in der neuen Werkstatt "zubaue".
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