Samstag, 7. Mai 2011

Radikaler Werkstattumbau: Bilanz

Was im Februar begonnen hatte ist jetzt, drei Monate später, fertig und es ist Zeit eine Bilanz zu ziehen.
Der Fußboden ...
... ist eben und isoliert und in den kalten Tagen hat sich das positiv bemerkbar gemacht. Auch bei längeren Aufenthalten tun die Beine nicht mehr weh, wohl auch weil der Fußboden nicht mehr so hart ist wie vorher. Die Kosten haben sich mit unter 200,- € in Grenzen gehalten. Was würde ich anders machen? Bis jetzt fällt mir dazu eigentlich nichts ein. Viele verrufen OSB, dass es glatt sei! Das kann ich nicht bestätigen. Oder, dass man schwer Etwas findet was herunterfällt. Mal im Ernst! Ist das so tragisch? Die Zeit muss allerdings noch zeigen ob der Boden hält. Wenn die Oberfläche unschön wird oder Stücke ausbrechen kann ich immer noch einen Belag drauflegen.
Die Maschinen ...
... und der Umstieg von halb-stationären auf stationäre Maschinen waren ein anderer Teil des Unterfangens. Das hat mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet, weil der Platz doch sehr begrenzt ist, die Investition eigentlich auch mein Budget sprengte und ich mich viel mit warnenden Ratschlägen von anderen Bloggern und Lesern auseinandersetzen musste. Die Warnungen habe ich ernst genommen aber das Risiko ist kalkulierbar solange man sich nicht selber belügt. Bereits einen Tick größere Maschinen, wenn auch verlockend, hätten nicht rein gepasst! Ich bewege mich also am Rande des Machbaren für eine 15 Quadratmeter Werkstatt! Für mich, als zugegebenermaßen maschinenbegeisterter Holzwerker, war es also normal die maximale Maschinengröße anzustreben anstatt z.B. die maximale Hobelbankgröße. Brauche ich noch mehr Maschinen? Das werden wohl die weiteren Projekte zeigen. Ich habe bisweilen jedenfalls noch nie einige Maschinen vermisst die man oft auf Bildern im Internet von Werkstätten findet: Kappsäge, Langlochbohrer, große Bandsäge u.s.w. Als Beispiel sei gesagt, dass ich ohne Mühe die Balken für den Fußbodenunterbau von Hand mit der Japansäge abgelängt habe. Die Maschinen die ich habe dürften für den Großteil meiner Arbeiten ausreichen und da ich eben nicht unter Auftragszwang stehe, kann ich meine Projekte so aussuchen, dass ich sie mit der bestehenden Werkstattausrüstung ausführen kann.
Verschiedenes ...
- Die Werkstatt ist Werkstatt und kein Abstellraum. Treue Leser kennen Bilder meiner Werkstatt auf denen man Gartengeräte und ein Regal mit "fremden" Sachen sieht. Früher oder später wird man diesen Platz zurückerobern wollen. Also besser den Platz erst gar nicht hergeben! Andererseits ergibt es einen Sinn zu versuchen die anderen Kellerräume für sich zu erschließen. So habe ich mein Holzlager in einen anderen Kellerraum verlegt und größere Sachen kann ich im Kellerflur montieren wo die Deckenhöhe 2,20m beträgt.
- Ich bin etwas perplex weil man als Laie solch potentiell gefährlichen Maschinen kaufen kann. Ich habe jedenfalls größten Respekt vor rotierenden Hobelwellen und Sägeblättern. Als begeisterter aber nicht lebensmüder Holzwerker ziehe ich mir seit langer Zeit alle möglichen Dokumentationen zu Rate über den Umgang mit diesen Maschinen. Es gibt dazu sehr viele gute Videos und Texte im Netz. Eine andere Möglichkeit, die bei uns leider nicht geboten wird, wäre der Besuch eines Maschinenkurses.

Dies ist eine Bilanz und sicher kein Abschluss der Umbaubemühungen. Es ist sicher eine Einstellungssache, aber ich bin eigentlich immer aufmerksam um meine Arbeitsweise und -umgebung zu optimieren und so werden in Zukunft sicher noch einige Projekte in und um die Werkstatteinrichtung entstehen.

Kommentare:

  1. Hallo Marc,

    das sieht alles sehr gut aus. Viel Spass mit der neuen Maschine. Du hast ja gesagt, dass du einen Schreiner hast, der dich an der Maschine anlernt. Dann wird das schon gehen. Ansonsten wäre das in meinen Augen auch zu gefährlich.

    Schade, dass die Maschinenhändler nicht mal auf die Idee kommen, Kurse für Laien anzubieten. Das wäre mit Sicherheit auch noch verkaufsfördernd.

    Gruß

    Heiko

    AntwortenLöschen
  2. Guten Abend,

    erstmal ein großes Lob zum Blog. Echt Top!
    Sehr schöne Werkstatt. Und dazu hab ich eine kleine frage. Uns zwar war es in deiner Werkstatt bevor du sie mit OSB Platten ausgekleidet hast auch immer Feucht und hat sich das durch die Platten verbessert ?

    Schonmal danke im vorraus und viel Spaß beim arbeiten in der Werkstatt ;) Mike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Mike,

      Danke für das Lob und herzlich willkommen als, hoffentlich regelmäßiger, Leser. Die drei Außenwände meiner Werkstatt liegen zu 3/4 frei und Richtung Süden und sie waren schon vorher trocken. Eine Verkleidung mit OSB und Isolierung darunter wird auch nie eine Wand trocknen. Wenn Feuchtigkeit im Mauerwerk vorhanden ist dann muss dieser mit bautechnischen Maßnahmen entgegen gewirkt werden. Bei trocknem Mauerwerk kann die Vertäflung aber Kondensbildung unterbinden und für ein gefühlt wärmeres Raumklima sorgen.

      Löschen