Sonntag, 8. September 2013

Werkstatt-Update: Filterkartusche, Absauge tiefer gelegt

Die Absauge hatte bis jetzt einen Filtersack der wohl anfangs seinen Zweck erfüllte, in letzter Zeit aber so was von zugesetzt war, dass die Absaugleistung an der Maschine merklich abgenommen hat. Abklopfen bewirkte, dass ein Teil des Inhaltes innen abfiel, aussen aber eine Wolke aus sehr feinem Staub entstand. Im letzten Sommer hatte ich den Filtersack einmal abmontiert und bei starkem Rückenwind im Garten ausgeklopft was eine Riesensauerei wurde. Der Filtersack war aber im Nu wieder zugesetzt. Seit einer Woche hat die Absauge nun eine Filterkartusche.
Leider erlaubt die Deckenhöhe von nur knapp 2m nicht den Einsatz der Filterkartusche ohne Umbau. Das Untergestell der Absauge musste abmontiert und die Absauge auf zwei Sockel aus MPX Resten gestellt werden. Dadurch wird der Spänesack etwas komprimiert, was mich bei dem bescheidenen Späneaufkommen in meiner Werkstatt nicht weiter stört. Die Absaugleistung ist jedenfalls spürbar gesteigert. Beim Einschalten der Absauge bläht der Spänesack auch nicht mehr so sehr auf, was darauf schliessen lässt, dass die Luftdurchlässigkeit im Faltenfilter wesentlich grösser ist als im Filtersack. Mal schauen ob die, nicht gerade geringe Investition, sich auf Dauer lohnt.

Samstag, 24. August 2013

Maniküretisch: Teil 3c

Was für ein Sommerloch! Ich hoffe ihr habt es genauso genossen wie ich. Dabei hätte man nach diesem verkackten Frühjahr schon fast die Umkehr der Jahreszeiten erwarten können. Böse Zungen behaupteten sogar, dass die Streusaltzreserven spätestens Ende Juni alle wären :-). Es kam ganz anders und die Sommerhitze war höchst inkompatibel zu jeglichem Bewegungsdrang, einschliesslich leichtester Betätigungen in der Werkstatt.

Jetzt geht es aber weiter und der Maniküretisch schreit förmlich nach Schubladen! Da mir das Preis/Leistungsverhältnis der Rollen-Überauszüge aus dem MFT/3 Unterschrank Projekt gefallen hat, bekamen diese Schubladen die gleichen Auszüge. Es gibt eigentlich nicht viel hinzuzufügen, wie die Schubkästen gebaut werden, aber weil es so schön ist und mich immer noch begeistert zeige ich in den folgenden 2 Bildern wie schnell man mit dem MFT/3 und ein paar Resthölzern eine Schablone improvisiert die das Fräsen der Lamellos sehr beschleunigt.

Ohne eingesetztes Werkstück (Schubladenboden)
Mit eingesetztem Werkstück (Schubladenboden)
Es sind insgesamt 8 Schubladen zu fertigen mit insgesamt 160 Fräsungen für die 80 Lamellos und es lohnt sich Gedanken zu machen wie man es schnell und wiederholt genau macht. Nein, Pappelholzschubladen sind nicht gerade stilecht in einem Massivholzmöbel aber sau-zweckmässig und, genau wie der ganze Nageltisch, der Restholzverwertung zuträglich. Es läuft daraus hinaus, dass ich endlich meinen "Lagerbestand" an Resten aus anderen Projekten aufbrauche und somit Platz schaffe für die wahrscheinlich letzte Phase der Optimierung meiner Werkstatt.

So, jetzt wird noch geschliffen und dann kommt der technische Teil des Nageltisches der ja noch eine Eigenbau-Fräse und -Absauge bekommt.


Mittwoch, 31. Juli 2013

Maniküretisch: Teil 3b

Es geht weiter mit dem Verleimen. Vorher habe ich aber schon die Auszüge montiert weil das jetzt viel leichter geht wenn die Seitenteile auf normaler Arbeitshöhe aufliegen.
Beim Verleimen habe ich mir angewöhnt in überschaubaren Schritten zu arbeiten und jeglichen Zeitdruck zu vermeiden. Meistens ist es ja so, dass man schon viel Zeit investiert hat in die Planung eines Möbels und die Herstellung der Einzelteile. Somit verbietet es sich beim Verleimen, wie auch bei der Oberflächenbehandlung, später zu versuchen unwesentlich wenig Zeit zu gewinnen und durch Murks ein ganzes Projekt zu verhunzen. Jede Querstrebe wird also einzeln verleimt und dabei peinlich auf die Einhaltung des rechten Winkels geachtet.

Die zweite Schrankseite aufzuleimen gestaltet sich dann, trotz der vielen gleichzeitig zu verleimenden Stellen, einfach und der Schrank geht fast von selbst in den rechten Winkel.
Es geht, den Temperaturen angepasst, gemächlich weiter. Irgendwie hat mich, nach diesem langen und kalten Winter und dem sehr mittelmässigem Frühjahr, der Sommer in meinem Tatendrang doch sehr ausgebremst und ich gebe mich diesem Dahingedümpel zugegebenermaßen genüsslich hin.

In dem Sinne: "Carpe Diem"