Donnerstag, 27. Januar 2011

Heute ausprobiert: Wolfcraft Undercover Jig

Beim Schlendern durch den Baumarkt habe ich diesen kleinen Helfer entdeckt auf den ich aufmerksam wurde durch ein Buch von Guido Henn:
Es handelt sich um den Undercover Jig von Wolfcraft. Eigentlich habe ich nach einem überlangen Bit-Satz gesucht und der Undercover Jig enthält eben gerade einen langen Pozidriv Bit und nach kurzem Überlegen ob ich solch eine Schablone billiger selbst fertigen könnte habe ich entschlossen, dass das angebotene Set mit dem Stufenbohrer und dem langen Bit sein Geld (29.90 €) wert sein müsste. Ein schneller Versuch an 2 Resthölzern bestätigt, dass dieser kleiner Helfer ganz gut funktioniert und ich denke, dass er in kommenden Projekten sicher manchmal eingesetzt werden kann.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Werkstatt Unterschrank: Teil 2

Nachdem ich in Teil 1 über den Korpus berichtet habe, geht es hier um die Schubkästen. Sie bestehen aus Fichtenleimholz und laufen auf 27mm breiten Kugelteilauszügen von Hettich die in die Schubkastenseiten eingenutet werden. Der Boden aus 12mm OSB ist rundum eingenutet. Es ist vielleicht interessant zu wissen, dass das einzige feste Maß der Schubkästen deren Höhe ist. Alle übrigen Maße werden einfach am Korpus abgegriffen und übertragen. Diese Methode finde ich wesentlich genauer als messen und rechnen.
Hier ist ein Haufen Einzelteile für die 4 Schubkästen, fertig geschliffen und mit den Langlöchern für die Dominodübel versehen:
Die Einzelteile eines Schubkastens außer dem vorderen Doppel für welches ich noch nicht über das Material entschieden habe:
Die folgenden zwei Bilder zeigen einen Schubkasten trocken zusammengesteckt und in den Korpus eingeklemmt. Es ist noch kein Leim verwendet und der Schubkasten passt und lässt sich sogar vorsichtig ein- und ausziehen:

Mittwoch, 19. Januar 2011

Parametrische Konstruktion

Hui, watt iss 'n dett? Ich habe das für mich entdeckt und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Nachdem ich diese Video Serie durchgeschaut habe und selber so eine Maschine gebaut habe ist mir klar geworden wie man sehr genau konstruieren kann ohne (!) viel zu rechnen.
Man kann sich vor den Computer setzen und z.B. mit Sketchup einen schönen Plan zeichnen und mit dem geeigneten Plugin sogar die Stücklisten und Zuschnittpläne ausdrucken aber ich bin mir fast sicher, dass das schief ausgeht wenn man es so auf die Spitze treibt. Warum? Nun ja, das Ausgangsmaterial für unser Hobby kommt leider nicht auf den Zehntel Millimeter maß-genau daher. Ich habe neulich 18mm Fichtenleimholz gekauft was eigentlich eher 16,5mm hatte. Bei OSB Platten werden aus angegebenen 12mm mal 11,5mm oder 12,5mm auf derselben Platte!
Bei einer Konstruktion wie diesem Werkstattunterschrank gibt es sehr viele Faktoren die z.B. die endgültige Schubkastenbreite bestimmen: Die tatsächliche Breite der vorderen Öffnung des Schrankes, die Vorgaben des Herstellers der Kugelteilauszüge, die tatsächliche Tiefe der Nuten in den Schubkastenseiten, die tatsächliche Dicke der Doppel an denen die Kugelteilauszüge an den Innenseiten des Korpus montiert werden. Eine Berechnung der benötigten Breite der Schubkastenvorder- und -Hinterseite wäre sehr ungenau in Angesicht der erwähnten Ungewissheits-Parametern.
Ich denke deshalb, dass es wichtiger ist sich genaue Gedanken zu machen über die Konstruktionsschritte und deren Abfolge und daher abzuleiten welche Maße sich im Laufe der Konstruktion von selbst ergeben als, dass man krampfhaft versucht solch ein Möbel total durchzuplanen. Nur die angestrebten Außenmaße dieses Möbels waren als feste Parameter vorgegeben und ergaben durch Ausmessen des Ausgangsmaterials die Maße für den Zuschnitt der Rahmenteile. Alle folgenden Maße wurden im Laufe der Konstruktion einfach abgegriffen respektive im Falle der Schubkastenvorder- und -hinterstücke herangetastet. Dabei wurde der Schubkasten soweit trocken zusammengebaut, in den Korpus gestellt und dann die Vorder- und Hinterteile solange gekürzt bis der Schubkasten ohne zu klemmen lief.
Es gibt eine ganze Reihe von freien CAD Programmen aber SolidEdge in seiner freien 2D Version ist etwas anders weil es nutzt eben Parametrik um z.B festzulegen, dass Maße in festgelegten Verhältnissen zueinander stehen und nicht absolut sind.