Samstag, 24. August 2013

Maniküretisch: Teil 3c

Was für ein Sommerloch! Ich hoffe ihr habt es genauso genossen wie ich. Dabei hätte man nach diesem verkackten Frühjahr schon fast die Umkehr der Jahreszeiten erwarten können. Böse Zungen behaupteten sogar, dass die Streusaltzreserven spätestens Ende Juni alle wären :-). Es kam ganz anders und die Sommerhitze war höchst inkompatibel zu jeglichem Bewegungsdrang, einschliesslich leichtester Betätigungen in der Werkstatt.

Jetzt geht es aber weiter und der Maniküretisch schreit förmlich nach Schubladen! Da mir das Preis/Leistungsverhältnis der Rollen-Überauszüge aus dem MFT/3 Unterschrank Projekt gefallen hat, bekamen diese Schubladen die gleichen Auszüge. Es gibt eigentlich nicht viel hinzuzufügen, wie die Schubkästen gebaut werden, aber weil es so schön ist und mich immer noch begeistert zeige ich in den folgenden 2 Bildern wie schnell man mit dem MFT/3 und ein paar Resthölzern eine Schablone improvisiert die das Fräsen der Lamellos sehr beschleunigt.

Ohne eingesetztes Werkstück (Schubladenboden)
Mit eingesetztem Werkstück (Schubladenboden)
Es sind insgesamt 8 Schubladen zu fertigen mit insgesamt 160 Fräsungen für die 80 Lamellos und es lohnt sich Gedanken zu machen wie man es schnell und wiederholt genau macht. Nein, Pappelholzschubladen sind nicht gerade stilecht in einem Massivholzmöbel aber sau-zweckmässig und, genau wie der ganze Nageltisch, der Restholzverwertung zuträglich. Es läuft daraus hinaus, dass ich endlich meinen "Lagerbestand" an Resten aus anderen Projekten aufbrauche und somit Platz schaffe für die wahrscheinlich letzte Phase der Optimierung meiner Werkstatt.

So, jetzt wird noch geschliffen und dann kommt der technische Teil des Nageltisches der ja noch eine Eigenbau-Fräse und -Absauge bekommt.


Mittwoch, 31. Juli 2013

Maniküretisch: Teil 3b

Es geht weiter mit dem Verleimen. Vorher habe ich aber schon die Auszüge montiert weil das jetzt viel leichter geht wenn die Seitenteile auf normaler Arbeitshöhe aufliegen.
Beim Verleimen habe ich mir angewöhnt in überschaubaren Schritten zu arbeiten und jeglichen Zeitdruck zu vermeiden. Meistens ist es ja so, dass man schon viel Zeit investiert hat in die Planung eines Möbels und die Herstellung der Einzelteile. Somit verbietet es sich beim Verleimen, wie auch bei der Oberflächenbehandlung, später zu versuchen unwesentlich wenig Zeit zu gewinnen und durch Murks ein ganzes Projekt zu verhunzen. Jede Querstrebe wird also einzeln verleimt und dabei peinlich auf die Einhaltung des rechten Winkels geachtet.

Die zweite Schrankseite aufzuleimen gestaltet sich dann, trotz der vielen gleichzeitig zu verleimenden Stellen, einfach und der Schrank geht fast von selbst in den rechten Winkel.
Es geht, den Temperaturen angepasst, gemächlich weiter. Irgendwie hat mich, nach diesem langen und kalten Winter und dem sehr mittelmässigem Frühjahr, der Sommer in meinem Tatendrang doch sehr ausgebremst und ich gebe mich diesem Dahingedümpel zugegebenermaßen genüsslich hin.

In dem Sinne: "Carpe Diem"

Freitag, 28. Juni 2013

Maniküretisch: Teil 3a

Das große Verleimen hat begonnen. Damit es nicht stressig wird, ist es wichtig sich eine Strategie zurechtzulegen, diese im Kopf durchzuspielen und dann auch durchzuziehen. Ich habe mich dazu entschlossen zuerst den Rahmen der Seiten ohne den oberen Querfries zu verleimen.
Den Rahmen konnte ich mitsamt den Zwingen wegstellen. Währenddessen habe ich die Füllungen noch etwas angepasst. Das Hobeln am Festool MFT/3 Unterschrank geht sehr gut und die Schubladen werden als Bankknecht zweckentfremdet.
Danach werden die Füllungen eingesteckt und der obere Querfries eingeleimt.
Das Ganze ist viermal zu wiederholen!