Mittwoch, 31. Juli 2013

Maniküretisch: Teil 3b

Es geht weiter mit dem Verleimen. Vorher habe ich aber schon die Auszüge montiert weil das jetzt viel leichter geht wenn die Seitenteile auf normaler Arbeitshöhe aufliegen.
Beim Verleimen habe ich mir angewöhnt in überschaubaren Schritten zu arbeiten und jeglichen Zeitdruck zu vermeiden. Meistens ist es ja so, dass man schon viel Zeit investiert hat in die Planung eines Möbels und die Herstellung der Einzelteile. Somit verbietet es sich beim Verleimen, wie auch bei der Oberflächenbehandlung, später zu versuchen unwesentlich wenig Zeit zu gewinnen und durch Murks ein ganzes Projekt zu verhunzen. Jede Querstrebe wird also einzeln verleimt und dabei peinlich auf die Einhaltung des rechten Winkels geachtet.

Die zweite Schrankseite aufzuleimen gestaltet sich dann, trotz der vielen gleichzeitig zu verleimenden Stellen, einfach und der Schrank geht fast von selbst in den rechten Winkel.
Es geht, den Temperaturen angepasst, gemächlich weiter. Irgendwie hat mich, nach diesem langen und kalten Winter und dem sehr mittelmässigem Frühjahr, der Sommer in meinem Tatendrang doch sehr ausgebremst und ich gebe mich diesem Dahingedümpel zugegebenermaßen genüsslich hin.

In dem Sinne: "Carpe Diem"

Freitag, 28. Juni 2013

Maniküretisch: Teil 3a

Das große Verleimen hat begonnen. Damit es nicht stressig wird, ist es wichtig sich eine Strategie zurechtzulegen, diese im Kopf durchzuspielen und dann auch durchzuziehen. Ich habe mich dazu entschlossen zuerst den Rahmen der Seiten ohne den oberen Querfries zu verleimen.
Den Rahmen konnte ich mitsamt den Zwingen wegstellen. Währenddessen habe ich die Füllungen noch etwas angepasst. Das Hobeln am Festool MFT/3 Unterschrank geht sehr gut und die Schubladen werden als Bankknecht zweckentfremdet.
Danach werden die Füllungen eingesteckt und der obere Querfries eingeleimt.
Das Ganze ist viermal zu wiederholen!

Mittwoch, 26. Juni 2013

Intermezzo: Tablett aus Eiche

Dies ist eine kleine Auftragsarbeit die mir trotzdem einiges, wenn auch, wie sich herausstellte, unnötiges Kopfzerbrechen bereitete. Das Tablett soll in eine bestehende Einrichtung integriert werden die integral aus Eiche-Massivholz Möbeln besteht bei denen alle sichtbaren Aussenseiten sägerau sind mit Trocknungsflecken! Als ich das zum ersten Mal sah, war ich mir etwas unsicher ob ich das Tablett passend hinbekommen werde! Ich bin also zum Holzhändler meines Vertrauens und habe diesem überaus authentischen Urgestein aus der Schnittholz Abteilung ein Handyphoto vor die Nase gehalten und der zeigte nach ein paar zielstrebigen Schritten auf das passende Eichenbrett im riesigen Lager!

Das Brett habe ich zuerst mit der Führungsschiene auf dem MFT/3 abgelängt.
Dann habe ich die einzelnen Bretter gesägt und dabei darauf geachtet, dass sich später ein brauchbares Bild ergibt mit recht sauberen Brettern innen und etwas fleckigeren aussen.
Alles wird mit Dominos verleimt, wobei die Hirnbretter nur vorne verleimt werden. Das vordere Füllungsbrett ist um Haaresbreite schräg abgelängt, damit sich das Hirnbrett nach hinten an die unverleimten Stirnseiten der anderen Füllungsbretter fügt.

Dazu wurde auch noch eine doppelte Abzweigdose mit einer ähnlich konstruierten Blende versehen Davon habe ich aber keine Fotos.

Ich habe übrigens grossen Respekt vor dem Schreiner der die ganzen Möbel und eine Zimmertür in dem Stil gebaut hat. Man kann ja die Bretter nicht, wie gewohnt, durch den Hobel jagen um sie gerade zu bekommen, sondern man muss sich mit den Brettern plagen wie sie sind!