Montag, 10. Dezember 2012

Lochreihenschablone auf die Schnelle

Wie meine treuen Leser wahrscheinlich schon gemerkt haben, mag ich einfache Lösungen für einfache Probleme. Falls sich die Weiterentwicklung lohnt, gibt es auch schon mal eine verbesserte Lösung. Das System 32 scheint eines dieser Probleme zu sein, zu dem es ein großes Spektrum an Lösungen gibt. Alleine für die Herstellung der Lochreihen habe ich aber bisher keine Lösung gefunden die mir zusagte. Die wohl bekannteste DIY Schablone (im deutschsprachigen Raum) ist mir in der Herstellung viel zu aufwändig und nicht sicher vor der Einstreuung von Fehlern. Kommerzielle Lösungen, wie sie Festool anbietet scheiden auf Grund des Preises aus. Es wird also mal wieder eine eigene Lösung.

Was liegt eigentlich näher als für die Herstellung einer Lochreihe eine bestehende Lochreihe zu benutzen und immer wieder zu kopieren? Also brauche ich eine Lochreihe und eine Möglichkeit die Abstände der Löcher abzutasten und damit die Oberfräse zu positionieren! Lochreihen findet man an vielen "modernen", in Plattenbauweise hergestellten Möbeln. Jetzt bitte nicht irgendeinen Schrank zu hause auseinander bauen um an eine Lochreihe zu gelangen. Eventuell beim lokalen Schreiner nachfragen ob der Geselle vielleicht mal wieder was an der Lochreihenbohrmaschine verhunzt hat oder beim Recycling Center vorbeischauen oder bei Bekannten nachfragen ob die vielleicht gerade alte Möbel zu entsorgen haben. Ich hatte allerdings, kurz bevor ich diese Idee bekam, die letzte Schrankseite unserer alten Möbel entsorgt! Ist doch immer so, oder? Also habe ich kurzerhand ein Stück Siebdruckplatte in die Reihenbohrmaschine im Kursraum geschmissen und so eine Lochreihe hergestellt die durchgehend mit Regalträgern bestückt wird.


Die Festool OF1010 hat an der rechten geraden Seite der Bodenplatte eine Aufnahme für den Stützfuß. Wenn man den entfernt findet man ein M6 Gewinde vor in das man eine M6 Schraube hinein drehen und mit einer oder zwei Kontermuttern sichern kann. Diese Schraube ist der Abtaster. Wenn man jetzt die OF1010 an die Seite der Schablone anlegt, dann kann man die Lochreihe abfahren.

Um die Schablone auf dem Werkstück zu positionieren habe ich das erste Loch angerissen (37mm von der Vorderkante und in meinem Fall 64mm von unten), gekörnert und die Fräse positioniert, was einfach möglich war, weil der verwendete 5mm Bohrer eine Zentrierspitze hat. Dann habe ich die Schablone an der Fräse ausgerichtet, festgeklemmt und schon konnte ich meine erste  Lochreihe herstellen


Das geht schnell und wird genau. Um die Schablone ohne anreissen am nächsten Werkstück zu positionieren habe ich kurzerhand ein Anschlagbrett mit Heisskleber unter die Schablone, bündig zum Werkstück, festgeklebt.

Diese einfache Schablone reicht total für die paar Lochreihen die an den MFT/3 Unterschrank kommen. Sollte ich in Zukunft mehr Lochreihen machen müssen, dann zerbreche ich mir wieder den Kopf für eine komfortablere Ausführung.

Montag, 3. Dezember 2012

Sonntag, 2. Dezember 2012

Nikon Coolpix P7100

Im Sommer habe ich meine Canon G2 nach 11 Jahren treuen Diensten in den Ruhestand geschickt und durch eine Nikon Coolpix P7100 ersetzt.
Diese Wahl hat mich 3 Wochen intensiver Recherchen gekostet weil mein Wissensstand in diesem Bereich ja vor mehr als einem Jahrzehnt stehen geblieben war! Es hat sich einiges getan im Bereich der Fotografie. Vor Allem hat man die Wahl des Systems, ob Kompakt-, System- oder Spiegelreflexkamera. Preislich überschneiden sich die Systeme teilweise und man muss schon ziemlich genau wissen was man von der Kamera erwartet um nicht daneben zu greifen. Mein Budget hatte ich auf 4 Grüne beschränkt. Außerdem wusste ich was den Gebrauch der Canon G2 in der Werkstatt einschränkte. Somit entstand eine Wunschliste der Features:
  • Weitwinkel min 28mm (auf Kleinbildformat umgerechnet) - Das ist ein absolutes Minimum in einer kleinen Werkstatt, weil man ja nicht so weit zurücktreten kann
  • Hohe Lichtempfindlichkeit (geringes Bildrauschen bei hohen ISO Werten) - Ich mag nicht mit Blitz photographieren
  • Filmfunktion, aber nicht unbedingt Full-HD
  • Makro - Unbedingt notwendig um Details zu dokumentieren
  • Schneller und einfach speicherbarer Weisabgleich - OSB an den Wänden und auf dem Boden plus Kunstlicht täuscht jeden automatischen Weisabgleich

Ich hatte die Gelegenheit eine DSLR zu probieren und kam recht schnell zum Schluss, dass dieser Typ Kamera mir eher im Wege stehen würde. Am meisten störte mich die geringe erzielbare Tiefenschärfe auch bei kleiner Blende. Was bei Portraitaufnahmen sicher gewünscht ist, stört bei der Objektphotographie in einer kleinen Werkstatt, wo man nicht die große Wahl der Perspektive hat. Systemkameras mit recht großen Bildsensoren sind darin den DSLRs ganz ähnlich. Außerdem ist die staubige Werkstatt sicher nicht so toll für Kameras mit Wechselobjektiven.

Somit beschränkte sich meine Suche schnell auf die Kompaktkameras und die Coolpix P7100 schien alles zu haben was ich mir wünschte. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden und ich hoffe, dass ihr auch eine gewisse Verbesserung der Bildqualität meiner Photos bemerkt habt.

Während ich diesen Post schrieb wurde die P7100 bereits von der P7700 abgelöst. Zwei neue Features scheinen interessant: Das lichtstarke Objektiv in Verbindung mit einem CMOS Sensor und das in beide Richtungen bewegliche Display.